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OHV bezwingt taktisch guten SVA

Bernburg reist nur in Minimalbesetzung an – Auricher nach 34:27-Sieg auf Platz sechs

Von JOCHEN SCHRIEVERS
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20.03.2017
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Die Gäste machen aus der angespannten Personallage das Beste. Die Blacha-Sieben lässt sich einlullen.
AURICH
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Der Handball-Drittligist OHV Aurich ist mit einem Sieg in seine Serie von fünf Heimspielen in Folge gestartet. 34:27 hieß es am Samstag gegen den SV Anhalt Bernburg, der personell arg gebeutelt angetreten war.


Die Gäste hatten schon in den vergangenen Wochen mit Verletzungen und Ausfällen aus persönlichen Gründen zu kämpfen. Kurz vor der Abfahrt in Richtung Ostfriesland erreichten Trainer Armands Uscins zwei weitere Absagen. So standen ihm in Aurich neben einem Torwart nur sieben Feldspieler zur Verfügung. Doch er machte das beste aus der Situation und griff tief in die taktische Trickkiste.


In der Offensive verzichtete er komplett auf die erste Welle, um Kräfte zu sparen. In der Defensive versuchten die Bernburger über verschiedene Manndeckungsvarianten das Tempo aus dem Spiel der Gastgeber zu nehmen. Das klappte über weite Strecken recht gut. „Das war taktisch sehr schlau von Bernburg. Die haben uns die Emotionen und den Kampfgeist genommen“, sagte OHV-Trainer Arek Blacha nach dem Spiel. Dennoch geriet der Sieg der Ostfriesen nie wirklich in Gefahr. Nach dem 3:2 für Bernburg übernahm der OHV das Kommando und führte bis zum Ende. Allerdings schafften es die Gastgeber erst in den letzten zehn Minuten, sich entscheidend abzusetzen.


Im ersten Abschnitt durfte sich der OHV bei Torwart Frederick Lüpke bedanken, der mit 13 Paraden bei zwölf Gegentreffern einen überragenden ersten Durchgang ablieferte. Im zweiten Durchgang stellten sich Nachlässigkeiten in der Auricher Abwehr ein, die es dem Keeper schwer machten, diese Quote zu halten. Dafür erwies sich die Offensive als treffsicherer.


Bernburg versuchte weiter, im Rahmen der personellen Möglichkeiten dagegen zu halten. Doch mit zunehmender Spieldauer ließen die Kräfte nach und die Auricher zogen davon. In den letzten zehn Minuten setzte sich das Heimteam von 26:23 auf 34:27 ab.


Auch wenn es letztlich doch den erhofften klaren Sieg gab, war Blacha mit dem Auftritt seiner Mannschaft nicht ganz einverstanden. „Die Zuschauer dürfen sich zurücklehnen und auch einschlafen, Spieler nicht“, sagte Blacha. Das werde im Laufe der Woche im Training noch zum Thema werden, teilte er mit. Nichts auszusetzen hatte er hingegen an der Leistung seiner Torhüter. „Unsere Keeper waren die besten. Trotzdem haben wir 27 Gegentore kassiert, das sagt sehr viel“, analysierte Blacha kritisch.






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