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Aus dem Konzertsaal ins Klassenzimmer

Profimusiker besuchen im Rahmen der Initiative „Rhapsody in School“ Schulen

Von WERNER JÜRGENS
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21.06.2013
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Fünft- und Sechstklässler des Gymnasiums und Schüler des neunten Jahrganges der Realschule erleben Profis hautnah.
AURICH
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Die Gezeitenkonzerte sind in diesem Jahr ein bisschen früher als ursprünglich geplant gestartet. Als Auftakt vor dem offiziellen Auftaktkonzert haben sich einige der teilnehmenden Musiker an zwei Auricher Schulen begeben, um dort sozusagen mal eben kurz den Musikunterricht zu übernehmen. Die Aktion fand im Rahmen der Initiative „Rhapsody in School“ statt. Beteiligt waren Schüler aus fünften und sechsten Klassen des Gymnasium Ulricianums sowie des neunten Jahrgangs der Realschule. Seitens der musikalischen Profis haben der künstlerische Leiter der Gezeitenkonzerte Matthias Kirschnereit sowie das Vogler-Quartett und das Verdi-Quartett mitgemacht.


Wie und warum sind einst Streichquartette entstanden? Das wollte das Vogler-Quartett in der fünften Klasse von Jutta Glashoff einmal ganz genau erklären und bezog sich dabei auf jenen Mann, der als Erfinder der Streichquartette gilt, nämlich Joseph Haydn. Statt einfach nur die Noten herunterzuspielen, hatten sich die vier dazu eine kleine Inszenierung ausgedacht, inklusive stilechter Kostüme und Perücken, was in Anbetracht der schweißtreibenden Temperaturen schon allein eine respektable Leistung darstellte. Dann lauschten die Fünftklässler gebannt, wie Herr Haydn zunächst von einem Fürsten den Auftrag erhielt, binnen einer Woche ein neues Streichquartett zu komponieren und anschließend nach passenden Tönen suchend langsam eine Melodie zu entwickeln begann. Im nächsten Satz variierte er ein uns inzwischen recht geläufiges Motiv, das man heute als Deutschlandlied kennt. Die Schüler von Jutta Glashoff zeigten sich erneut sehr aufgeweckt. Sobald sie erkannt hatten, welches der vier Instrumente das Motiv spielte, durften einer dem jeweiligen Musiker eine Krone aufsetzen.


Zudem gewährte das Vogler-Quartett ein paar ebenso interessante wie kurzweilige Einblicke in eine rasante Tarantella und eine neuere zeitgenössische Komposition, die praktisch überhaupt keine Melodie mehr hatte, sondern fast nur aus rhythmischen Klopfgeräuschen bestand. Und selbst solche modernen Töne fanden die Fünftklässler durchaus spannend und hörenswert. Zum großen Finale hatten sie sogar noch eine Überraschung parat. Ein paar von ihnen hatten extra für diesen Anlass kurzfristig etwas auf ihren Instrumenten eingeübt, das sie zusammen mit den Profis spielen wollten. Die ließen sich das nicht zweimal sagen. So klang diese Musikstunde der besonderen Art mit einer stimmungsvollen Live-Darbietung aus. Am Ende waren sich alle Beteiligten einig: Die „Rhapsody in School“ ist für Musiker wie auch für die Schüler ein gleichermaßen tolles Erlebnis gewesen, das sicherlich keiner von ihnen so schnell wieder vergessen wird. Die Musiker, die bei „Rhapsody in School“ mitmachen, engagieren sich unentgeltlich. Trotzdem ging das Vogler-Quartett nicht mit leeren Händen nach Hause. Als kleines Dankeschön und Erinnerung erhielt sie von den Jutta Glashoff und ihren Fünfklässlern ein Päckchen Ostfriesentee geschenkt.







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