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Rathaus Esens erhält alte Pracht zurück

Deutsche Stiftung Denkmalschutz beteiligt sich mit 15 000 Euro an den Kosten

AH/HÄ
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19.08.2013
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Die Restaurierung der Innenräume des ehemaligen Palais von Heespen ist so gut wie abgeschlossen.
ESENS/BONN
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Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) beteiligt sich mit 15 000 Euro an den Kosten für die inzwischen fast gänzlich abgeschlossene Restaurierung der Innenräume im Rathaus der Stadt Esens. Damit erhalte das Rathaus seine alte Pracht zurück, heißt es in einer Pressemitteilung von Dr. Ursula Schirmer, Leiterin Kommunikation bei der DSD.


Der Landstrich um Esens und Wittmund ist das klassische Harlingerland, dessen historischer Hauptort seit dem 14. Jahrhundert Esens war. Nach 1500 erhielt der Flecken unter dem Häuptling Balthasar sogar Stadtrechte. Als Handels- und Marktort auf dem sturmflutsicheren Geest-rand unweit der Küste gegründet, fiel Esens 1600 durch Erbschaft an die Grafen von Ostfriesland, die die dortige Burg als Nebenresidenz nutzten. Nach dem Verlöschen des Ostfriesischen Fürstenhauses 1744 fiel das Harlingerland an das Preußische Königreich.


Das Gebäude des Rathauses am Marktplatz entstand in seiner heutigen Form um 1700, als es der Kanzleiverwalter Wilhelm von Heespen dem damaligen Zeitgeschmack angepasst umgestalten ließ. Von dem Vorgängerbauwerk haben sich keine Aufzeichnungen erhalten. Doch muss die Kubatur unverändert geblieben sein, da das Dachwerk, das auf 1610/1615 datiert werden kann, vollständig erhalten blieb, so die DSD.


Das heutige Palais mit Putzquaderung erhebt sich auf querrechteckigem Grundriss über zwei Geschosse und wird von einem Walmdach bedeckt. Pilaster und Giebel gliedern die langgestreckte Schauseite, deren Mitte ein dreiachsiger Risalit betont. Über das relativ flache Foyer, das „grosse Vorhause“, führt eine in ihren Formen zurückhaltende Treppe am Ende des Raumes ins Obergeschoss. Die eingeschnittene Deckenbalkenlage und die in ihren Proportionen dem Raum unpassende Form lässt vermuten, dass sie nachträglich eingebaut wurde, als das Herrenhaus umgewandelt wurde. Im Obergeschoss führt der Weg zum „Großen Portal“, das den Vorraum der „Steinen Kammer“ bildet, dem heutigen Ahnensaal. Der ursprünglich größere Vorraum erhielt über die Jahrhunderte hinweg kleinere Einbauten. Der Saal nimmt heute eine Sammlung von Gobelins, Gemälden und Möbeln auf, die hier aus dem gesamten Gebäude zusammengetragen wurden.


Nach von Heespens Tod wurde das Bauwerk als Witwenstift genutzt. Erst Mitte der 1960er Jahre wurde es Rathaus von Stadt und Samtgemeinde. „Es wurde geschickt erweitert, ohne die Eingangssituation durch den Altbau aufzugeben“, lobt Dr. Ursula Schirmer. Nachdem die Stadt in den vergangenen zwei Jahren das Gebäude außen saniert hat, wurde jetzt der Weg zum repräsentativen Saal als historischer Weg gestaltet. Dabei wurden die Wand- und Deckenfassungen des Foyers wieder freigelegt und das „Große Portal“ wieder hergestellt. Davon sollen sich die Esenser Bürger im Oktober während eines Tages der offenen Tür selbst überzeugen können, erklärt Stadtdirektor Jürgen Buß.







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