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Hakuna Matata – auf den Spuren von „Schwarzafrika“

Ibrahima Ndiaye macht auf seiner Leserreise durch Ostfriesland Halt in Blomberg und Neuschoo

DJN
   |   
30.08.2013
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Die afrikanische Kultur und ihre Sitten versucht der Künstler den Kindern spielerisch zu vermitteln.
BLOMBERG/NEUSCHOO
 – 

Er hat nicht nur eine Geschichte erzählt – er hat sie gelebt. Autor, Musiker, Comedian und Schauspieler Ibrahima „Ibo“ Ndiaye aus Senegal hat das Erzählen und Unterhalten nun mal im Blut. Vor allem die Grundschüler aus Blomberg und Neuschoo hat der 50-Jährige bei seinem Besuch in den Schulen vom Hocker gerissen.


In der vergangenen Woche war der Afrikaner auf Leserreise in ganz Ostfriesland, um sein Bilderbuch „Dikum Dakum – der geheimnisvolle Zauberspruch“ und andere Geschichten aus seinem Repertoire vorzustellen. Seit 25 Jahren lebt der „Allrounder“ – wie er sich selbst bezeichnet – in Deutschland und arbeitet neben seiner Tätigkeit als Autor auch noch als Künstler, Musiker und Schauspieler. Doch egal, was er gerade macht, sein Anliegen ist bei all seinen Arbeiten das gleiche – und zwar die afrikanische Kultur am Beispiel seines Heimatlands Senegal, das auch als das „Tor zu Schwarzafrika“ bekannt ist, vorzustellen und näher zubringen.


Spiel und Spaß spielen hierbei für Ibo eine besonders große Rolle: „Ich versuche die Kinder mit einzubeziehen. Vor allem das Wort steht bei meinem Programm im Mittelpunkt.“ Reden, das war offensichtlich kein Problem für den Afrikaner. Denn die Geschichten sprudelten nur so aus ihm heraus und den Kindern, denen hat das mächtig gefallen. So hat er ihnen zum Beispiel ein paar Geschichten von seiner Großmutter erzählt oder lustige Anekdoten über die Vielfalt der Früchte in Afrika. Sitten, Werte, Kultur, Sprache rund um sein Heimatland Senegal fanden sich in Ibos Geschichten wieder. Eine Menge Infos, die die Grundschüler sichtlich beeindruckten.


„Auch Rhythmus und Bewegung sind für mich ganz wichtig“, sagt Ibo. In Afrika beginne man jede Schulstunde mit einem Tanz, und genau das sei es, was die Kinder hier auch wollen. „Beim Tanzen fassen für uns gegenseitig an den Händen. Das soll Berührungsängste abbauen“, verrät der Buchautor. Jeder solle den anderen wahrnehmen und gut mit seinen Mitmenschen umgehen – das ist es, was der 50-Jährige mit seinen lustigen Geschichten, Tanzeinlagen und Liedern ebenfalls vermitteln will.


Wenn Ibo Schulen besucht, dann liest er seine Bücher nicht vor – er erzählt sie. „Genau wie meine Großmutter früher“, lacht er. Durch die abschweifenden Erzählungen schafft er eine Überleitung zur Geschichte, doch vor allem Mimik und Gestik des Afrikaners schaffen eine ganz besondere Atmosphäre. Eigentlich sei ihm die Form des Buches völlig fremd, verrät der „Allrounder“. „Ich schreibe die Bücher, weil ich es muss. Wenn ich die Chance dazu habe, dann erzähle ich lieber.“


Und dass er das Erzählen wirklich im Blut hat, das hat der Künstler in Blomberg und Neuschoo definitiv bewiesen: 70 Minuten Erzählprogramm mit Musik und Tanz hat der 50-Jährige mit den Grundschülern durchgezogen, und die Kinder haben ihm tatsächlich die ganze Zeit zugehört – das spricht für sich.







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