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Hausfriedensbruch: Paketzusteller trifft keine Schuld

Mann muss Geldbuße von 600 Euro für Urkundenfälschung zahlen

UKN
   |   
22.11.2013
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WITTMUND
 – 

Wegen Hausfriedensbruch und Urkundenfälschung musste sich ein 45-Jähriger vor dem Amtsgericht verantworten.


Die Sympathie der Zuhörer war eindeutig auf Seiten des Angeklagten. Der 45-Jährige gab in seiner Stellungnahme tiefen Einblick in den knallharten Job der Paketzusteller heutzutage. „Wir werden nach Anzahl der ausgelieferten Pakete bezahlt“, sagte er aus. „Weil die meisten Leute tagsüber nicht zu Hause sind und wir ohne besondere Erlaubnis die Pakete nicht beim Nachbarn abgeben dürfen, führt das dazu, dass wir trotz hohem Stress manchmal kaum etwas verdienen“, klagte er.


In diesem Fall hatte der Zusteller das getan, was nach seiner Aussage die meisten Kollegen auch tun, um überhaupt zurecht zu kommen, er legte die Pakete in eine offenstehende Garage oder in eine ebenfalls offene Waschküche und steckte dann einen Zettel in den Briefkasten mit einem Hinweis darauf. Diese Auslieferungsmethode klingt logisch und hat im Normalfall den Vorteil, dass alle zufrieden sind. Der Kunde hat schnellstmöglich sein Päckchen und der Zusteller kann sein Pensum schaffen. Diesmal hatte der 45-Jährige Pech. Die Zeugin, die Anzeige erstattet hatte, bestätigte jetzt zwar, sie sei immer zufrieden gewesen und habe ihre Pakete immer pünktlich erhalten. Trotzdem zeigte sie den Angeklagten an, weil der auf seinem elektronischen Empfangsbescheinigungsgerät selber einen Namen eingetippt hatte, dieses also nicht ihre Unterschrift aufwies. Was der Grund für ihre Anzeige war, wurde nicht klar. Die Beschuldigung wegen Hausfriedensbruch nahm der Staatsanwalt ziemlich schnell zurück, weil Garage und Waschküche offenstanden und die Urkundenfälschung ahndete Richter Dirk Mönkediek mit einer geringen Geldstrafe von 600 Euro, weil es eigentlich bar jeder Logik eine Straftat war und blieb.







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