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Harlingerland kann stolz auf Konkordienbuch sein

Bekenntnisschrift von 1581 in einem Festgottesdienst in der Esenser St.-Magnus-Kirche gewürdigt

UIS
   |   
02.11.2011
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Bereits früh, noch zu Martin Luthers Lebzeiten, war die Reformation nach Ostfriesland gekommen.
ESENS
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Noch heute ist das Harlingerland das Gebiet Deutschlands mit der höchsten prozentualen Dichte an lutherischen Christen an der Gesamtbevölkerung. Den Grund dazu legte 1581 das Konkordienbuch, unterzeichnet am 14. Februar 1581 vom Esenser Superintendenten, zahlreichen Pastoren, von Kirchendienern und Lehrern. Grund, zum 430. Jubiläum seiner Unterzeichnung jetzt am Reformationstag mit einem Festgottesdienst in der ev.-luth. St.-Magnus-Kirche daran zu erinnern.


In seiner Festpredigt vor zahlreichen Gottesdienstbesuchern, die aus allen Teilen des Harlingerlandes gekommen waren, sagte Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr, man könne im Harlingerland stolz sein auf dieses für Ostfriesland einzigartige Ereignis.


Bereits früh, noch zu Martin Luthers Lebzeiten, war die Reformation nach Ostfriesland gekommen. Im Harlingerland schloss man sich der lutherischen Ausprägung an. 1581 kam dann das „Konkordienbuch“ nach Esens. Es war ein Jahr zuvor in beträchtlicher Auflage in Dresden gedruckt und von dort in Regionen verschickt worden, die sich auf die in diesem Buches abgedruckten Grundlagen evangelischer Überzeugungen stellen wollten. Es enthielt sozusagen das Grundgesetz der neuen lutherischen Kirche, die wichtigsten Bekenntnisschriften, wie das 1530 von Philipp Melanchthon auf dem Reichstag von Augsburg vor dem Kaiser Karl V. vorgetragene Augsburger Bekenntnis. Diese Schriften bilden noch immer die inhaltliche Grundlage der ev.-luth. Kirche. Auf sie werden bis heute evangelische Pastorinnen und Pastoren verpflichtet.


Superintendentin Angela Grimm, die mit Mitgliedern des Kirchenvorstandes den Gottesdienst vorbereitet hatte, betonte dann auch in ihrer Begrüßung, wie wichtig es sei, feste Grundlagen und Überzeugungen zu haben und gerade in der heutigen Zeit der ständigen Veränderung nach dem zu fragen, was tragen kann.


An diese Gedanken schloss sich in seiner Predigt Landessuperintendent Dr. Klahr an, der als roten Faden eine Schreibfeder mitgebracht hatte. Er würdigte die 21 Personen, die damals im Kloster Marienkamp bei Esens das Buch mit einer ähnlichen Feder unterzeichnet hatten. Sie sei für ihn auch ein Symbol für die Reformation, der es um verlässliche, von allen lesbare Grundlagen des Glaubens gegangen sei. Höhepunkt war die Bibelübersetzung in die deutsche Sprache durch Martin Luther.


Das Konkordienbuch selber lag für diesen Gottesdienst in einer Vitrine in der Kirche aus. Viele der Gottesdienstbesucher konnten so auf die Unterschriften der Unterzeichner einen Blick werfen. Seinen festen Ort hat es in der Bibliothek der Ostfriesischen Landschaft. Wegen seines hohen Wertes war es nur unter Auflagen möglich, es für diesen Anlass auszuleihen.


Die Reformation bedeutete damals auch einen musikalischen Aufbruch. Luther war der Meinung, eine neue Bewegung müsse auch neue Lieder haben und setzte sich selber daran, sie zu texten und zu komponieren. In dieser Tradition wurde der Gottesdienst umrahmt von ausdrucksvoll vorgetragenen Liedern der Kantorei, beginnend mit dem Lied „Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort“, bei dem Text und Melodie von Martin Luther stammen, bis hin zu dem wunderschönen „Abendlied“ von Josef Rheinberger und dem Segenswunsch „Verleih uns Frieden gnädiglich“, wieder von Martin Luther, aber mit einem modernen Arrangement.







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