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Am Leitbild für die Ortschaft Etzel wird gearbeitet

Heute im „Deutschen Haus“ Informationsabend zur Zukunft im Kavernengebiet / Kritik der Bürgerinitiative

Von HEIDI HINRICHS
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11.01.2012
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Wichtige Informationen für den Blick in die Zukunft Etzels fehlen laut BI noch.
ETZEL
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Die Bürgerinitiative „Lebensqualität“ Horsten-Etzel-Marx (BI), die sich vor zwei Jahren in Etzel gegründet hat und den Kavernenbau der IVG mit kritischem Blick verfolgt, ist verärgert über das Vorgehen des Unternehmens: Heute Abend laden die Regierungsvertretung Oldenburg und die IVG zu einem Informationsabend für die Bürger ein. Thema ist die Leitbildentwicklung „Kulturlandschaft Etzel“.


„Für uns ist der Zeitpunkt für diese Veranstaltung nicht sinnvoll“, meint Bernd Kasdorf von der BI. „Das ist viel zu früh. Es fehlen doch noch alle Erkenntnisse, die für dieses Leitbild wichtig sind. Es gibt keine Bodenabsenkungsprognose für die 144 Kavernen, die am Ende des Kavernenbaus in Etzel stehen werden“, schildert Kasdorf. Eventuell müsse es auch noch ein neues Raumordnungsverfahren geben, das die noch geplanten 45 Kavernen einschließe. „Diese Veranstaltung soll nur beruhigen und weitere Kritik im Vorfeld verhindern.“


Die Öffentlichkeitsarbeit der IVG steht in der Kritik der Bürgerinitiative. Vor zwei Jahren, so die Mitglieder, habe man der Bevölkerung noch verkaufen wollen, dass der Bau der Kavernen keine nennenswerten Auswirkungen auf die Landschaft und somit auf das Leben und Wohnen in Etzel haben werde. Inzwischen sei man, auch auf den Druck der BI hin, um 180 Grad umgeschwenkt und spreche nun von Bodenabsenkungen, die zu flächendeckenden Vernässungsgebieten führen werden. Das werde zwar die jetzige Generation nicht mehr erleben, aber es sei doch ein Thema der Zukunft. Deshalb heiße die Veranstaltung heute Abend ab 19 Uhr im „Deutschen Haus“ auch „Kulturlandschaft Etzel 2060.“


Völlig ungeklärt, so Kasdorf, sei die Zukunft der verschlossenen Kavernen, die so genannte Endverwahrung. „Darüber gibt es noch überhaupt keine wissenschaftlichen Erkenntnisse. Wir wissen aber von einer endverwahrten Kaverne in den USA, bei der Sole ausgetreten und in die Umwelt gelangt ist.“ Das wäre zum Beispiel bei den geplanten Gaskavernen im Trinkwasserschutzgebiet Etzels unverantwortlich. Unerklärlich sei es der BI, weshalb die Kavernenbohrungen so nah an den bewohnten Gebieten erfolgten. „Einige Leute wohnen nur 20 Meter von einer Gasleitung entfernt.“


Kritisiert wird von der Bürgerinitiative „Lebensqualität“ außerdem, dass in den Arbeitskreisen, die den heutigen Abend gestalten, neben Verbandsmitgliedern auch die IVG vertreten ist. Eine unabhängige Darstellung für das Leitbild sei so nicht gegeben.


Hans Joachim Schweinsberg, Leiter des IVG-Informationszentrums Etzel, weist den Vorwurf der falschen Terminierung für den Informationsabend zurück. „Wir befinden uns im Genehmigungsverfahren der Regierungsvertretung Oldenburg, die diesem Termin ja auch beiwohnt. Die Vorstellung des Leitbildes gehört zum Planungsverfahren dazu, wir bewegen uns sozusagen in einem Terminplan,“ so Schweinsberg auf Nachfrage unserer Zeitung. Es gebe heute Abend außerdem neue Erkenntnisse zum Thema Bodensenkungen und der Umgangsweise mit dieser Problematik, die wichtig für eine künftige Umweltverträglichkeitsprüfung sei. Es sei richtig, dass die IVG als Antragstellerin in den Arbeitskreisen vertreten sei. „Wir haben wichtige Auskünfte und Informationen gegeben“, so Schweinsberg.







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