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Hochleistungsmedizin für die Bürger

Friesland und Wilhelmshaven verstärken Kooperation – und umwerben Wittmund

Von HELMUT BURLAGER
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24.02.2012
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Ziel ist es, Konkurrenz abzubauen und durch Spezialisierung Doppelangebote abzubauen.
SANDERBUSCH/WILHELMSHAVEN
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Die 2000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den beiden großen kommunalen Krankenhäusern in Friesland und Wilhelmshaven sollten keine Sorge um ihre Jobs haben. Und die drei kleineren Krankenhäuser in der Umgebung – in Wittmund, Wilhelmshaven und Varel – sollten keine Angst vor Konkurrenz haben. So lautete die unterschwellige Botschaft, die Frieslands Landrat Sven Ambrosy und Wilhelmshavens Oberbürgermeister Andreas Wagner am Freitag im Sitzungssaal des Kreisamtes in Jever ausstrahlten, wo sie zusammen mit den Geschäftsführern des Nordwest-Krankenhauses und des Reinhard-Nieter-Krankenhauses, Frank Germeroth und Carl-Martin Köhler, den Fahrplan für eine engere Kooperation der Häuser vorstellten.


Ein Lenkungsausschuss und sechs Projektgruppen sollen in den nächsten Wochen sehr konkret erkunden, wie die beiden Häuser ihre medizinischen Angebote aufeinander abstimmen, wie sie ihre Kliniken besser aufstellen und in Pflege, Verwaltung und bei Servicedienstleistungen effizienter werden können.


„Wir wollen die gute medizinische Versorgung der Bevölkerung in unserer Region sichern“ – das steht als Überschrift über der Arbeit der Projektteams, denen jeweils Vertreter beider Häuser angehören und in jedem Fall auch Personalräte. „Wir wollen unsere hohen Standards gemeinsam weiterentwickeln“, ist ein weiterer Grundsatz. Außerdem will man die Krankenhäuser in öffentlich-rechtlicher Hand halten, Antworten auf wachsende Ansprüche, knappere Mittel und intensiveren Wettbewerb finden. Am Ende sollte jeder Patient, der eine medizinische Dienstleistung braucht, sie in der Region finden. Aber nicht mehr unbedingt in jedem Krankenhaus. Kooperation statt Konkurrenz, das bedeutet auch Spezialisierung auf bestimmte medizinische Angebote. Das wiederum soll die Chance eröffnen, an diesen Standorten Hochleistungsmedizin anzubieten.


Berührungsängste gibt es nicht, wie Wagner und Ambrosy betonten: Das Angebot an die katholischen Krankenhäuser in Wilhelmshaven und Varel und an das Kreiskrankenhaus Wittmund stehe, sie könnten sich in die Kooperation einbringen. Dass Wittmund sich bislang sperre, sieht Ambrosy als eine erste Schreckreaktion „angesichts der schieren Größe dieser Kooperation“ an und glaubt, dass die Nachbarn bald die Vorteile erkennen werden, die in Zusammenarbeit und Absprache liegen. Auch in der in Oldenburg geplanten Medizinischen Hochschule (European Medical School, EMS) sehen sie keine Konkurrenz, sondern eine Chance. So wie beide Häuser bereits seit Jahren als Lehrkrankenhäuser mit der Uni-Klinik Göttingen zusammenarbeiteten, könnten die Mediziner aus Sanderbusch und Wilhelmshaven auch an der EMS lehren. „Wir haben hier enorme Kompetenz, und die bringen wir gerne in die EMS ein“, sagte Wagner.


Zurzeit sei man dabei, die Chancen, Risiken und Grenzen der Kooperation kritisch zu prüfen. Der Fahrplan für die Umsetzung gemeinsamer Projekte soll bis Mitte dieses Jahres abgeschlossen sein. Das letzte Wort, so Ambrosy und Wagner, hätten die politischen Gremien.







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