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Eineinhalb Kilometer Deich muss höher

Deich bei Neuharlingersiel muss um einen bis eineinhalb Meter angehoben werden

Von HEIDI HINRICHS
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30.03.2012
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Maßnahme wird zwei Millionen Euro kosten. Benötigter Klei wird aus neuem Baugebiet bei Neuharlingersiel kommen.
BENSERSIEL
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Rund 60 000 Kubikmeter Kleiboden muss die Deichacht Esens-Harlingerland in diesem und im kommenden Jahr für eine größere Baumaßnahme am Deich in die Hand nehmen: Eine 1150 Meter lange Deichstrecke östlich von Neuharlingersiel muss um etwa ein bis eineinhalb Meter erhöht werden.


Bernhard Janssen vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), berichtete gestern bei der Frühlings-Verbandsversammlung der Deichacht, über die derzeitigen Planungen.


Die Erhöhung des Deiches ist nach den Berechnungen des NLWKN, Forschungsstelle Küste, notwendig geworden, die sich nach dem Sturmflut-Hochwasser im November 2009 ergeben haben. Auch die Vermutungen der Forschungsstelle, dass der Meerwasserspiegel auf Dauer ansteigen wird, spielt hier schon eine Rolle.


Die Maßnahme wird etwa zwei Millionen Euro kosten, 70 Prozent kommt aus Bundesmitteln, den Rest zahlt das Land. „Das Geld ist zwar noch nicht da, wird aber kommen“,meint Berhard Janssen, der über die Verzögerung der finanziellen Zusagen etwas erstaunt ist. In diesem Jahr soll in der Nähe des Hafens von Neuharlingersiel mit der Baumaßnahme begonnen werden.


Der notwendige Kleiboden wird zur Hälfte aus Neuharlingersiel kommen: Dort wird auf der Westseite ein neues Baugebiet erschlossen, hier muss 30 000 Kubikmeter Klei abgebaut werden. Die Abbaugenehmigung liegt noch nicht vor, man hofft aber, dass Mitte Juni mit dem Kleiabbau und damit auch mit der Erhöhung des Deiches begonnen werden kann.


Dann fehlen aber noch 30 000 Kubikmeter Klei, der eventuell durch Bodenaustauscharbeiten aus dem bestehenden Deich zu gewinnen ist. Der Deich wird nach der Erhöhung etwa 8,60 bis 8,80 Meter hoch sein.


In diesem Zusammenhang wurde in der Versammlung angesprochen, dass der Deich des Oldenburger Deichverbandes, der in Harlesiel an die ostfriesischen Deiche grenzt, um zwei Meter höher gebaut werde als auf der ostfriesischen Seite. Das müsse auf Dauer ausgeglichen werden, war man sich einig.


Oberdeichrichter Jan Steffens erläuterte in seinem Bericht die Aufräumarbeiten des angeschwemmten Teek an den Deichen. Die Sturmflutsaison sei glimpflich verlaufen, die zwei Mitarbeiter der Deichacht hätten aber dennoch ihre Winterpause frühzeitig beenden müssen, weil mehrere kleine Sturmfluten reichlich Treibgut an die Deiche geschwemmt haben. „Damit kann man nicht bis zum Frühjahr warten, dann würde die Grasnarbe ersticken“, erklärt Jan Steffens.


Die Sielacht Esens hat mit einem Kettenbagger bei dem Abtrag von 1000 Kubikmeter Teek mitgeholfen. Die Teek-Kompostieranlage sei jetzt ziemlich voll, berichtete Jan Steffens, der natürliche Abfall werde über den Sommer hin verrotten beziehungsweise werde über Flächen ausgebracht.


Wieviel Arbeit mit der Sommervorbereitung der Deiche zu tun ist, die der Otto-Normalverbraucher später gar nicht mehr wahrnimmt, machte der Bericht von Jan Steffens deutlich: Der Schafdraht im Münsterpolder werde zurzeit erneuert, die Deiche würden für den Schafauftrieb geschleppt, die Grasnarbe gestriegelt. Altes Gras werde entfernt, neues Gras nachgesät. Das Walzen stehe noch aus.


In der Schäferei in Ostbense, so Jan Steffens, sei das so genannte Schmallenberg-Virus aufgetaucht, das zu Aborten und Missbildungen in der Nachzucht führen kann. In der hiesigen Schäferei habe es aber glücklicherweise keine großen Schäden gegeben, lediglich zwei Lämmer wurden mit Missbildungen geboren. Scheinbar waren hier die Trächtigkeiten der Tiere schon so weit fortgeschritten, das bei Auftreten des Virus keine Folgen mehr entstehen konnten.







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