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Kinderträume und fliegende Blätter

Autorenlesung in der Buchhandlung Fleßner – Buch „Verzettelt“ in hoch und platt

AH
   |   
11.11.2012
[0]

 
Luise Böök, Manfred Briese, Michael Hüttenberger und Alwine Menzel lasen.
ESENS
 – 

„Verzettelt“ heißt die neue Anthologie des Arbeitskreises ostfriesischer Autorinnen und Autoren, die kürzlich zeitgleich in ganz Ostfriesland vorgestellt wurde, so auch in der Buchhandlung Marieanne Fleßner in Esens.


Keinesfalls verzettelt haben sich die vier hiesigen Autoren Luise Böök, Manfred Briese, Michael Hüttenberger und Alwine Menzel, denn alle ihre Beiträge, die sie für die Anthologie eingereicht hatten, wurden auch ausgewählt. Ursprünglich, so erfuhr das Publikum, hatte der Arbeitskreis zwei getrennte Anthologien geplant: „Nix van worden“ mit plattdeutschen und „Plötzlich sind die Blätter weg“ mit hochdeutschen Texten. Man entschloss sich dann, nachdem die Jury festgestellt hatte, dass die Zahl der ausgewählten Texte nicht für zwei Anthologien ausreicht, daraus ein gemeinsames Buch zu machen, und fand dazu den passenden Titel. „Verzettelt“ ist eine bunte Mischung von Sichtweisen über die Irrungen und Wirrungen menschlichen Daseins in hoch und platt.


Luise Böök aus Dunum begann die Lesung mit „Tammos Rad“, einer Geschichte über den vierjährigen Tammo, der mit seinen Eltern „wied off van anner Huus und van anner Kinner“ lebt und sich Spielkameraden wünscht, und vor allem auch ein Fahrrad. Lange gehen seine Hoffnungen nicht in Erfüllung, bis seine Eltern ankündigen: „To dien Gebuursdag kriggst du’n Bröör.“ Doch erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.


Alwine Menzel aus Stedesdorf, bestens bekannt als Gewinnerin des ersten Esenser Poetry-Slams und aus zahlreichen Lesungen, zog das Publikum in Bann mit einer ihrer typisch herzerwärmenden Geschichten, diesmal aber aus ungewöhnlicher Erzählperspektive: Tom gehört einer Fußball spielenden Clique an, die sich „Mädchen – nein danke“ auf ihre T-Shirts gedruckt hat. Doch dann taucht Finja aus Köln auf und will mitspielen.


Michael Hüttenberger brillierte mit einem seiner typischen Texte. In „Ein Dorf voll Leben“ reiht er anscheinend beliebige und belanglose Episoden so aneinander, dass daraus ein liebevoll ironisch gezeichnetes Bild eines Dorfes entsteht, in dem wieder einmal nichts passiert, außer dass nichts passiert. Und dennoch verbirgt sich hinter jedem noch so nichtigen Ereignis eine hintergründige Bedeutung.


Manfred Briese, in Esens bekannt als Autor hoch- und plattdeutscher Lyrik, Prosa und Hörspiele ist in „Verzettelt“ mit vier Geschichten vertreten. Zum Abschluss las er „Mit beiden Händen einsacken“, eine skurrile Geschichte, in der sich herbstliche Blätter in Geldscheine verwandeln, die von den Bäumen der Ferienwohnungsbesitzer fallen, denn „wer im Sommer an Gäste vermietet, muss im Herbst tüchtig fegen.“







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