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Baggeranker nach gut 30 Jahren gehoben

Unzählige zerrissene Fischernetze und Rost zeugen von einer bewegten Vergangenheit

Von KLAUS HÄNDEL
   |   
14.11.2012
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Im Kutterhafen von Neuharlingersiel gibt es immer etwas zu entdecken: zum Beispiel die Geschichte eines alten Baggerankers.
NEUHARLINGERSIEL
 – 

Der idyllische Kutterhafen Neuharlingersiel lädt zur Entdeckungstour ein, auch jetzt in der Nachsaison: Auffällig ist ein mit Netzen und Rost überzogener, offenkundig sehr alter und großer Anker. Nicht selten kommt es vor, dass Spaziergänger, darunter vor allem Eltern mit Kindern, plötzlich stehenbleiben. „Was ist das?“ und „Warum sind da so viele Netze dran?“ fragen die Kinder.


Könnte der Anker selbst sprechen, so hätte er sicher eine interessante und spannende Geschichte parat. Doch Kinder müssen sich meist mit der Antwort ihrer Eltern begnügen: „Das ist ein alter Anker.“ Mehr erfahren Neuharlingersielgäste nur, wenn sie zufällig auf einen der Fischer oder den Vormann des DGzRS-Rettungsbootes „Neuharlingersiel“ und Hafenmeister Wolfgang Gruben treffen. Er kennt den Hafen und die Menschen, die in ihm arbeiten wie kein anderer, und er kennt die Geschichte des Ankers.


„Dabei handelt es sich um einen alten Baggeranker“, erzählt Gruben. Vor gut 30 Jahren wurde der Hafen der Nordseeinsel Spiekeroog neu gebaut. Dabei hat der Anker einen Bagger gehalten, der in der Strömung lag – bis er plötzlich abriss und im losen Wattboden der Nordsee versank. „Das war um 1980, genau vor der heutigen Ein- und Ausfahrt des Spiekerooger Hafens“, erzählt Wolfgang Gruben weiter. Warum er damals nicht sofort geborgen wurde, ist nicht bekannt.


„Sicher ist jedoch, dass der Baggeranker mehr als drei Jahrzehnte lang auf im Grund im Sand gelegen haben muss, mitten in der Fahrrinne“, so der Hafenmeister. Bemerkt wurde das Hindernis erst, als der Anker wieder freigespült wurde. „Der Bereich vor der Hafeneinfahrt ist ein beliebter Fanggrund für die Krabbenfischer von Neuharlingersiel, die jetzt immer wieder mit ihren Netzen an dem Anker hängenblieben, sodass sie zerrissen.“ Über die Jahre hat der Anker unzählige Fetzen festgehalten, bis er in diesem Jahr dem Kapitän der „Polaris“, Uwe Abken, komplett ins Netz ging. Doch alleine konnte Uwe Abken den rund 2,5 Tonnen schweren Baggeranker nicht heben. Kapitän Georg Peters mit dem Fischkutter „Medusa“ musste helfen. Gemeinsam schafften sie es, den Koloss zu bergen und in den Kutterhafen von Neuharlingersiel zu schaffen.


„Hier liegt er nun seit einigen Monaten auf der Kaimauer, direkt an der Einfahrt zum alten Kutterhafen und zieht die neugierigen Blicke der großen und vor allem kleinen Entdecker auf sich“, erzählt Wolfgang Gruben weiter.


Ein endgültiger Standort ist noch nicht gefunden. Überlegungen, den Anker neben dem Siel- und Schöpfwerk auf dem Börsenplatz „Up Boers“ aufzustellen, scheiterten ebenso wie Versuche des Kurvereins, den Anker zu erwerben. Eigentümer ist heute der Kapitän des Ausflugskutters „Gorch Fock“, Willi Jacobs.







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