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Beste Unterhaltung wie einst im Barbiersalon

Die A-Cappella–Gruppe Barberpapas hat sich der amerikanischen Tradition verschrieben

GFH
   |   
26.08.2019
[0]

 
ESENS
 – 

Mit ihren brillant ausgebildeten Stimmen, einer sichtbaren Leidenschaft und einer großen Portion an Humor und gestenreichen Darstellungskraft begeisterten die „Barberpapas“ jetzt die Zuhörer in der St. Magnus-Kirche in Esens.


Jan Liermann (Bass), André Biermann (Bariton), Fabian Strotmann (Lead) und Lucas Bitzer (Tenor) bilden das vierstimmige A-Cappela-Quartett „Barberpapas“. Die jungen Sänger haben sich bereits im Landesjugendchor Nordrhein-Westfalen gefunden und sich der amerikanischen Art der A-Cappella-Musik, dem Barbershop, verschrieben. Da es in den Babiersalons (engl. „Barbershops“) in den Jahren ab 1910 noch keine Zeitschriften oder Handys gab, wurde vielfach durch Personal und Gäste improvisierte und harmonisierte Melodien gesungen. Der „Barbershop-Stil“ war geboren und erschien über 100 Jahre später durch die „Barbapapas“ in Esens perfektioniert zu sein.


Schon mit dem vorgetragenem ersten Beitrag „Tonight“ sprang der leidenschaftliche Funke vom singenden Quartett auf dem Altarraum über auf das zahlreich erschienene Publikum im Kirchenschiff. Die hervorragende Akustik im St. Magnus tat ein Übriges. Fortan wurde jeder neuer Liedbeitrag mit einem langanhaltenden, anerkennenden Applaus honoriert. Dabei reichte die „Barberpapas“-Beitragsauswahl von Traditionals über Popmusik bis hin zum Musical. Lieder aus Disneyfilmen waren genau so zu hören, wie vertonte Texte über Wetter und Liebe.


Neben den informativen Hinweisen zum Entstehen der Lieder, oder lustige Wortspiele zur Marie-Luise, die wegen ihrer Schönheit nicht einmal einen Strafzettel für das Falschparken ihres Wagens bekommt, kam bei der Zuhörerschar auch die Einlage zum aktiven Mitsingen an. Zum Lied „You are the one“ wurden pro Stimme (Bariton, Bass, Lead und Tenor) die einzelne Beiträge („tags“) zum insgesamt harmonischen Klanggenuss vorgetragen. Das Publikum nahm diese Passagen auf und sang sie mit; beziehungsweise wurde es versucht. Die zum Teil sehr eng gesetzten Akkorde ließen Ungeübte fast verzweifeln. Nicht jedoch die Profis von den „Barberpapas“, die unter anderem auch mit ihrem einzigen deutschen Lied „Schöne Nacht“ ihre ansteckende, begeisternde Sangesfreude zum vielumjubelten Ausdruck brachten.







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