Macher vor Ort
Wählen Sie den Suchtyp aus.
  • Website
  • Web
 
Bildergalerie
Bilder aktueller Veranstaltungen aus der Regionjetzt ansehen
Lesershop
"Ich habe Hunger. Was nun?" - Das beliebte Kochbuch!zum Lesershop
<<
[1/1]Lesershop

Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sorgt auf Friedeburger Ratssitzung für heiße Debatte

„Modeerscheinung“ macht Ratsherr Detlef Grüßing stinkesauer

CBE
   |   
16.04.2018
[0]

 
FRIEDEBURG/UPSCHÖRT
 – 

Einen Antrag, den Ratsherr Stefan Gaidies im Namen der Partei „Die Friesen“ an die Gemeinde Friedeburg gestellt hatte, sorgte auf der Friedeburger Ratssitzung am Donnerstagabend in Benders Gasthof in Upschört für Wut im Bauch – vor allem bei den Landwirten Detlef Grüßing und Henning Weißbach (beide CDU).


Gaidies forderte von der Gemeinde, auf den Gebrauch von Glyphosat und andere Pestizide auf öffentlichen Flächen zu verzichten und bekräftigte sein Ansinnen mit einer interaktiven Karte pestizidfreier Kommunen, die der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ins Internet gestellt hat. Und auf dieser Liste soll neben der Samtgemeinde Esens bald auch die Gemeinde Friedeburg aufgeführt sein, so Gaidies, schließlich hätte so ein Eintrag Auswirkungen auf die Natur, die darin lebenden Tiere und Insekten und natürlich auch den Tourismus.


Einer Bewerbung beim BUND stünde grundsätzlich nichts im Wege, entgegnete Helfried Goetz auf der Sitzung. „Erst im vergangenen Jahr haben wir einen Heißwasser-Unkrautvernichter für den Bauhof angeschafft. Wir halten uns strikt an die gesetzlichen Vorgaben und setzen weder Glyphosat noch andere Pestizide ein“, führte der Bürgermeister fort.


Die Friesen forderten allerdings noch mehr, wie die Beschlussvorlage offenbarte. So soll ein entsprechendes Verbot von Pestiziden bei der Verpachtung kommunaler Flächen für eine landwirtschaftliche Nutzung vertraglich verankert werden. Zudem soll die Kommune zukünftig auch privat beauftragte Dienstleistungsunternehmen zu einem Pestizidverzicht verpflichten. Vorgehensweisen, die sich laut dem Bürgermeister so nicht umsetzen ließen. Und auch aus den Reihen des Rates gab es mehrere Vetos.


Detlef Grüßing machte den Anfang: „Lieber Stefan, die Argumentation in diesem Antrag bringt mich auf die Palme“, so der Bentstreeker Ortsvorsteher und Landwirt. Grüßing störte, dass der Antrag größtenteils auf Glyphosat abgestellt sei und verglich Gaidies angebliche Fachkenntnisse zu dem Thema mit der Zeit während einer Fußball-Weltmeisterschaft. Denn dann seien auf einmal 80 Millionen Menschen Trainer sind würden alles besser wissen. So ähnlich sei es beim Thema Glyphosat auch. Er würde nichts beschönigen wollen, jedoch gäbe es viel gefährlichere Pflanzenschutzmittel.


Gegen den Strich ging ihm auch, dass Gaidies mit dem Wettern gegen Glyphosat einer „Modeerscheinung“ nacheifern würde. Und auch vom Parteikollegen Henning Weißbach gab es Gegenwind. „Wir sollten unsere Energie für etwas Sinnvolleres verwenden. Dieser Antrag ist witzlos“, so der Ratsherr. Lediglich Doris Stehle (Grüne) konnte sich mit dem Antrag anfreunden.


Schlussendlich war es Hans-Hermann Lohfeld (SPD), der der hitzigen Debatte ein Ende bereitete. Er beantragte, dass Thema zur weiteren Beratung in die Fraktionen zu verweisen.







Leserkommentare


Noch keine Kommentare | Erstelle einen Kommentar
 

ePaper lesenePaper Grafik

Jetzt anmelden
Noch nicht überzeugt?
»Jetzt kostenlos testen!
 
WhatsApp-Service
 
Anzeige
 
 
 
 
 
Top-Services
Shop JW Blog Wsdh Rat
BL-Tipp Events Karriere Abo Meinung