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Integrative Jugendarbeit trägt Früchte

Projektentwicklung und -förderer von der Arbeit des Jugendwerks begeistert

AH/HÄ
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12.02.2018
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Seit 2015 gibt es das Bundesmodellprojekt „Land(auf)schwung“. Einziger Vertreter in Niedersachsen ist der Landkreis Wittmund.
ESENS/WITTMUND
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„Land(auf)schwung“ ist der Titel eines Bundesmodellprojekts zur Daseinsvorsorge und zur regionalen Wertschöpfung. Weitere Förderbereiche sind die Themen Soziales Miteinander, Mobilität, Informations- und Qualifizierungsangebote, Marktzugänge sowie finanzielle Hemmnisse.


Als einziger Vertreter in Niedersachsen ist der Landkreis Wittmund zusammen mit dem Wirtschaftsförderkreis Harlingerland von Beginn an dabei. „Zu den Startprojekten gehörten unter anderem der ,Mobile Wochenmarkt‘, die ,Modellinitiative Buttforde‘ als bürgerschaftliche Sanierung einer alten Scheune im Ortskern und Umwandlung zu einer multifunktionalen Begegnungsstätte, verschiedene unternehmerische Initiativen, EDV, Sport und Schülernachhilfe beim TuS Esens sowie die ,Integrative Jugendarbeit’ und anderes mehr“, erklärt Karin Garlichs von der Kreisverwaltung und dort zuständig für Abwicklung der Projekte zusammen mit Frank Happe vom Wirtschaftsförderkreis als Entwicklungsagentur.


Für die bisherigen Projekte habe das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bis zum Juli 2018 insgesamt 1,5 Millionen Euro bewilligt, den Förderzeitraum im vergangenen Jahr dann aber bis zum 31. Dezember 2019 verlängert und die Fördersumme auf 2,25 Millionen Euro aufgestockt, so Garlichs.


Die Genehmigung der Projekte ist an eine ganze Reihe von Kriterien geknüpft. Eine Jury hat als Entscheidungsgremium, bestehend aus den Vertretern der relevanten gesellschaftlichen Gruppen und der Kommunen im Kreis, hat bei der Vergabe der Mittel das letzte Wort.


„Vorbereitet werden die Entscheidungen durch den Wirtschaftsförderkreis als Entwicklungsagentur und den Landkreis Wittmund als Abwicklungspartner“, erklärt Frank Happe, Geschäftsführer des Wirtschaftsförderkreises Harlingerland. Beide Instanzen helfen auch bei der Antragsvorbereitung und begleiten die genehmigten und laufenden Projekte.


„Dazu gehört auch die Kontrolle“, sagt Karin Garlichs. Vor diesem Hintergrund besuchten die Vertreter von Wirtschaftsförderkreis und Landkreis jetzt das Jugendwerk um dessen Leiter Jurij Ils in Esens. „Das Jugendwerk bietet verschiedene Angebote zur Integration von Jugendlichen mit Fluchterfahrung“, erklärt Karin Garlichs. Übergeordnetes Projektziel sei hier die integrative Jugendarbeit.


„Das geschieht bei uns beim Breakdance, in Film- und Koch-AGs und mehr“, erklärt Jugendwerkleiter Jurij Ils. In den Angeboten des Jugendwerks sollen Jugendliche mit Fluchterfahrung ihren Neigungen nachgehen und/oder neue für sie interessante Tätigkeiten entdecken können. „Für ihre Projekte erhält das Jugendwerk für den Zeitraum 2017 bis 2019 insgesamt 68 000 Euro“, sagt Karin Garlichs, die in Esens mit Frank Happe und anderen prüft, ob die Zielvereinbarungen des Projektes (darunter die Mindest-Teilnehmerzahl, regelmäßige Treffen und Veranstaltungen) eingehalten und das Geld sinnvoll angelegt ist.


Vom Projekt „Soziales Lernstudio“ des Jugendwerks mit regelmäßigen Treffen in Wittmund, Esens und Buttforde zeigen sich Karin Garlichs und Frank Happe begeistert. „Ich habe hier in der Gruppe eine zweite Heimat gefunden“, erklärt ein Teilnehmer während eines Interviews der Film-AG des Jugendwerks in der Sporthalle „An der Peldemühle“. Sport, in diesem Fall Breakdance, wird hier zum Türöffner für junge Migranten.


Wieder andere haben ihre Freude beim gemeinsamen Kochen. Geleitet werden die Gruppen von weiblichen und männlichen Jugendlichen aus der Region Wittmund, sogenannten Multiplikatoren. Sie arbeiten in Zweierteams mit einem Flüchtling zusammen. Unter Anleitung des Jugendwerks planen sie sämtliche Aktivitäten und setzen diese auch gemeinsam um, neben den Tätigkeiten in den genannten AGs zum Beispiel auch bei gemeinsamen Ausflügen.


Nachdem der Förderzeitraum verlängert und die Fördersumme nochmals erhöht wurde, suchen der Wirtschaftsförderkreis und der Landkreis weitere Projektträger. „Die Ideen müssen vorberaten und geprüft werden. Stichtag zur Antragstellung ist der 8. März“, sagt Karin Garlichs. Ansprechpartner sind Frank Happe, Wirtschaftsförderkreis, T 04462 / 5031, und Karin Garlichs, Landkreis Wittmund, T04462 / 861135.







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