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Kleiner Betrieb mit einem großartigen Gesamtbild

Familie Zimmermann unter den Top Zwölf der Milcherzeuger – Hervorragende Leistungsdaten

WJA
   |   
14.04.2019
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DOSE
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„Mit unserer kleinen Klitsche kommen wir sowieso nicht weiter“, blickte Frank Zimmermann am Freitagnachmittag in einem Pressegespräch schmunzelnd auf seine ersten Überlegungen im vergangenen Sommer zurück, sich mit seinem von seinen Schwiegereltern gepachteten Betrieb in Dose dem Wettbewerb um den Milchlandpreis zu stellen. Doch die Skepsis von Zimmermann, mit der Konkurrenz bei der jährlich von der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen durchgeführten Betriebsbeurteilung mithalten zu können, bezog sich lediglich auf seine Betriebsgröße: Schließlich bewirtschaften er und seine Frau Annelene einen Vollerwerbsbetrieb mit „nur“ 60 Milchkühen sowie 60 Teilen Jungvieh und 60 Mastbullen. Schon ungewöhnlich in unserer heutigen Zeit, in der 200 Kühe haltende Betriebe längst keine Besonderheit mehr sind.


Doch Zimmerman wusste auch, dass er unabhängig von seiner Betriebsgröße in vielen Kategorien, die ebenfalls bei der Siegerauswahl eine Rolle spielen, punkten kann: „Wir haben hier eine Jahresmilchleistung von 9500 Liter pro Kuh bei Inhaltsstoffen von 3,3 Prozent Eiweiß und 4,4 Prozent Fett. Besonders stolz sind wir auch auf unsere Eutergesundheit“, erklärte der Landwirt, warum er damals trotzdem den Teilnahmebogen ausgefüllt hatte. Denn die Jury bewertet unter anderem die Leistungsdaten eines milcherzeugenden Betriebs, schließlich zeigen sie, wie kompetent und nachhaltig in einem Betrieb gewirtschaftet wird.


Und dass diese Zahlen im Betrieb Zimmerman stimmen, bestätigte auch Herbert Heyen, Vorstand der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen, in seiner Laudatio am Freitagnachmittag unmittelbar vor der Überreichung des repräsentativen Hofschilds: „Nur Kühe, denen es gut geht, geben viel Milch. Die Leistungsdaten sind Zeichen einer sehr guten Tiergesundheit.“ Letztlich stufte die Jury den Betrieb unter vielen niedersächsischen Mitwettbewerbern in der Kategorie „Rang sechs bis zwölf“ ein. Heyen erklärte am Rande der Hofschildübergabe, dass der Preis Transparenz schaffe und den Weg für einen Dialog zwischen Konsumenten und Verbraucher bereite.


Ob schon erste Schritte zur Erreichung des letztgenannten Ziels getan worden sind, bewertet die Jury ebenfalls. So besticht die Familie auch durch ihr soziales Engagement, sie komme laut Heyen „raus aus ihrem eigenen Kreis und zeigt dadurch der Bevölkerung, wie es in der Landwirtschaft wirklich läuft.“ Wittmunds Kreislandvolkvorsitzenden Günter Lüken zeigte sich stolz auf einen solchen landwirtschaftlichen Betrieb.


Friedeburgs Bürgermeister Helfried Goetz wies vor allem auf den hohen und vor allem täglichen Arbeitsaufwand hin, den ein landwirtschaftlicher Betrieb zu leisten habe: „Ein Landwirt arbeitet an sieben Tagen pro Woche. Dabei ist heute auch seine große unternehmerische Leistung zu beachten.“ Zudem prägen und pflegen die Landwirte das Landschaftsbild in der Gemeinde Friedeburg. Eike Ulken von der Molkerei Ammerland, die Zimmermanns Kuhmilch abholt, wies auf die Weidewirtschaft des Betriebs hin. Der Betrieb erhalte durch diese Haltungsform einen Cent pro Liter Milch zusätzlich. Der Betrieb werde überhaupt mit viel Engagement geführt, bestätigte Hermann-Wilhelm Luers vom Landeskontrollverband Weser-Ems.







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