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Ohne Mauer aufgewachsen

Viele kennen nur das geeinte Deutschland und die DDR aus Erzählungen

Von INA FRERICHS UND JULIA DITTMANN
   |   
08.11.2019
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Wir haben mit jungen Menschen gesprochen, denen der Eiserne Vorhang oft nur noch aus dem Geschichtsunterricht bekannt ist.
HARLINGERLAND/FRIESLAND
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Der Mauerfall am 9. November 1989 ist eines dieser Daten, bei denen viele noch genau wissen, wo sie gerade waren, als es passierte.


Diejenigen aber, die kurz davor oder in den vergangenen 30 Jahren geboren sind, haben die Grenzöffnung als ein historisches Ereignis kennengelernt: lange her, vor ihrer Zeit. Aber eben nicht viel länger. „Ich kann mir das kaum vorstellen, denn mein ganzes Leben lang war Deutschland eins“, erzählt Sina Niehoff. Für ihre Eltern ist das geteilte Land Erinnerung, für sie nur Erzählung.


Wir haben uns umgehört bei den jungen Menschen in der Region. Ein komisches Gefühl sei das, zu wissen, dass noch ihre Eltern dieses Land so ganz anders wahrnahmen. Dass Großeltern die Situation vor, während und nach der Trennung kennen. Sie aber selbst nie verbotene Waren im Auto geschmuggelt oder Care-Pakete gepackt haben.


Unwichtig ist das niemandem. Nicht nur die aktuelle politische Lage und der manchmal rauere Umgang miteinander lassen viele mahnen, am demokratischen Gedanken festzuhalten, sich zu besinnen auf jene Freiheiten, für die die DDR-Bürger 1989 auf die Straße gegangen sind. In der Schule wird das Thema behandelt. Elisabeth van der Velde hat sich schon immer dafür interessiert: „Ich habe mich dafür eingesetzt, dass wir das ausführlich besprechen“, erinnert sich die 23-Jährige. Für Susanne Glogau hatte das Thema kaum Relevanz, bis sie zur Bundeswehr ging: „Da habe ich zum ersten Mal Vorurteile gegen Ostdeutsche gehört.“ Ihre Schwiegereltern aus Brandenburg hätten aber auch erzählt, wie die Wende Ostdeutschland verändert habe, dass die Leute Ich-bezogener wurden mit dem plötzlichen Zugriff auf die Güter des Westens.


Janine Fejes-Hirsch hat den Mauerfall rückblickend nicht so sehr als das große Ereignis wahrgenommen, was es ist. „Ich war ein Kind, sechs Jahre alt. Das war zu der Zeit einfach so, etwas anderes kannten wir nicht.“







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