Macher vor Ort
Wählen Sie den Suchtyp aus.
  • Website
  • Web
 
Bildergalerie
Bilder aktueller Veranstaltungen aus der Regionjetzt ansehen
NEUE ÖFFNUNGSZEITEN
ServiceCenter ab sofort samstags geschlossen jetzt ansehen
<<
[1/1]Lesershop

Hildegard Kuhlen: „Dehoga ist keine Gastronomie-Polizei“

Kritik am Restaurant „Graf von Friedeburg“ nicht kommentiert – Friesischer Rundfunk macht Vorwürfe öffentlich

Von DETLEF KIESÉ
   |   
29.05.2019
[7]

FRIEDEBURG
 – 

„Unser Verband versteht sich nicht als Gastronomie-Polizei“, betont Hildegard Kuhlen auf Nachfrage unserer Zeitung. Damit erklärt die Oldenburger Geschäftsführerin des Dehoga-Landesverbandes Ostfriesland/Weser-Ems, weshalb sie und der Verband zur Kritik gegen das Restaurant „Graf von Friedeburg“ unter dem Dach des Friesischen Rundfunks (FRF) keine inhaltliche Stellungnahme abgeben möchten. „Wir können die Angelegenheit nicht verifizieren“, sagt sie.


Zum Hintergrund: Am Rande der Delegiertentagung des Hotel- und Gaststättenverbandes in Etzel hatte unsere Redaktion kürzlich Präsidiumsmitglieder mit Vorwürfen und Kommentaren konfrontiert, die unsere Zeitung zum besagten Restaurationsbetrieb von mehreren Seiten erreicht hatten. Unter anderem ging es dabei um die Toilettensituation (wir berichteten), um Wettbewerbsvorteile durch die Verquickung von Gastronomie und Sendebetrieb sowie um den Umgang des Betreibers mit Kundenkritik. Der Dehoga-Landesverband wollte sich offiziell nicht dazu äußern, weil der „Graf von Friedeburg“ nicht Mitglied im Gaststättenverband sei, aber auch, weil die entsprechenden Hintergrundinformationen fehlten.


Berichtet hat der HARLINGER über diese Angelegenheit nicht. Doch um auch die andere Seite zu hören, hatte unsere Redaktion den Funkhausleiter Karl-Heinz Sünkenberg als Vermieter der gastronomischen Räume beziehungsweise „Graf von Friedeburg“-Pächterin Michaela Müller um eine schriftliche Stellungnahme zu den im Raum stehenden Kritiken gebeten. Für seine Antwort – verbunden mit Mutmaßungen und Beschimpfungen gegen unsere Zeitung – wählte Sünkenberg allerdings statt des  direkten  Weges  zum HARLINGER lediglich seinen eigenen Fernsehsender – als Bestandteil einer halbstündigen Nachrichten- und Werbesendung, die binnen 24 Stunden fortlaufend wiederholt wurde. Darin machte der Funkhausleiter selbst die Vorwürfe erst öffentlich und behauptete zugleich, dass er in Gesprächen mit gastronomischen Spitzenfunktionären den Zeitungsbericht mit den ihm offensichtlich unangenehmen Inhalten „verhindert“ habe. Das ist jedoch, wie oben beschrieben, falsch.


Die von Kritikern geäußerten und von Karl-Heinz Sünkenberg selbst veröffentlichten Vorwürfe, auch aus dem Bereich der Gastronomie, bezogen sich vor allem auf eine vermeintliche Wettbewerbsverzerrung – zum Beispiel weil das Rundfunk-Lokal bessere Werbemöglichkeiten habe als die Friedeburger Mitbewerber und weil das Fehlen einer angemessenen Toilettenanlage vom Landkreis Wittmund seit mehr als einem Jahr geduldet wird. Anderen Gastronomen seien derartige Fristen verwehrt worden.


Die Dehoga-Geschäftsführung widerspricht der Aussage des FRF-Geschäftsführers Sünkenberg, den dieser auf Facebook geäußert hat, der Gaststättenverband habe sich von einem Kritiker „vor die Karre spannen“ lassen.


Übrigens: Das Veterinäramt Jade-Weser in Wilhelmshaven, das dem „Graf von Friedeburg“ in den zurückliegenden Wochen nach Hinweis durch einen Gast des Lokals drei Besuche abstattete, hat laut Lebensmittelkontrolleur Menno Krey keine Beanstandungen gehabt.







Leserkommentare


2 Kommentare | Erstelle einen Kommentar

Wilfried Papenhusen  31.05.2019 09:16
"I am the greatest" scheint angezählt. Seine geringe Neigung, Gesetze und Vorschriften zu akzeptieren sowie andere Meinungen gelten zu lassen, läßt ihn langsam untergehen im Knäuel der unzähligen Widersprüchlichkeiten. Er spricht von Transparenz, ohne sie wirklich anzuwenden. DEHOGA, Heimatblatt,
Kritiker aus Wildeshausen: Allesamt Lügner! Ohne begründeten Anfangsver-dacht rücken die Behörden nicht aus. Dabei hat Sünkenberg alle Verdachts-
momente selber im Netz veröffentlicht. Vielleicht hat Michaela Müller, eine
absolut fleißige, aber möglicherweise auch hörige Frau, auf den falschen Ge-
schäftspartner vertraut? Für mich sprechen alle bisherigen Indizien dafür,
daß der Restaurantbetrieb von Angang an fehlerhaft konstruiert wurde und
daher nicht profitabel läuft. Die zunehmenden Kritiken müssen jetzt für die
angekündigte Schließung herhalten. Das mag glauben wer will. Sünkenberg
ruft verzweifelt nach der Chefredaktion der Heimatzeitung, die diesen Redak-
teur endlich bremsen soll. Welch ein Treppenwitz. Mißbraucht Sünkenberg
doch seine (noch) lizensierte Rundfunkanstalt in Personalunion als Heraus-
geber, Intendant, Geschäftsführer und Chefredakteur, um öffentlich Hetze zu betreiben. Auch hier erkenne ich starke Verstöße gegen das Niedersächsische Landesmediengesetz in Verbindung mit strafrechtlich relevantem Verhalten.
Es gibt also noch einiges zu klären. Sünkenbergs Überlegenheit besteht, wie
er wörtlich in seinem Sendebeitrag v. 29. Mai 2019 sagte, darin: "Der FRF wird
von tausenden von Zuschauern Tag und Nacht geschützt." Hört sich ganz nach
einer Art Privatarmee an. Kriegrsrecht im FRF?
Antworten

Wilfried Papenhusen  01.06.2019 19:49
Wann wird mein Kommentar veröffentlicht?
Gibt es weitere Zuschriften?
Mit freundlichen Grüssen
Wilfried Papenhusen
Antworten
 

ePaper lesenePaper Grafik

Jetzt anmelden
Noch nicht überzeugt?
»Jetzt kostenlos testen!
 
Anzeige
 
WhatsApp-Service
 
 
 
Top-Services
Shop JW Anzeigen Wsdh Rat
BL-Tipp Events Karriere Abo Meinung