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Literarische Schlacht ohne Verlierer

Erster Friedeburger Poetry-Slam in der Mediothek begeisterte Teilnehmer und Gäste

Von CHRISTIAN BEHRENDS
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19.03.2018
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Poetry-Slammerin Janina Mau ging als Siegerin aus dem Vortragswettbewerb heraus. Doch auch die Neulinge zeigten Talent.
FRIEDEBURG
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Wie schön ist es doch, wenn aus einer spannenden Schlacht ein strahlender Sieger hervorgeht und es eigentlich gar keinen richtigen Verlierer gibt. So geschehen am Sonntagabend in der Friedeburger Mediothek, wo der erste Poetry-Slam für einen bunten Wortspielabend sorgte. Und obwohl dem literarischen Vortragswettbewerb rund 40 Gäste beiwohnten, hatten die Wettbewerbsteilnehmer, darunter erfahrene Poetry-Slammer und Neulinge, das Gefühl, unter sich zu sein.


Die Mediothek und der dazugehörige Freundeskreis kamen im gemeinsamen Gespräch auf die Idee, einen Dichterwettstreit zu veranstalten. So, wie es an anderen Stellen Deutschlands funktioniert. Und ja, es funktionierte auch in Friedeburg. Vielleicht, weil die unerfahrenen zwölf Poetry-Slammer im Vorfeld in einem Workshop an das Thema herangeführt wurden. Schlussendlich erklärten sich am Sonntagabend sogar acht Teilnehmer dazu bereit, ihre Texte vor einem Publikum vorzutragen.


Nachdem Poetry-Slammer und Schreib-Coach Micha Ebeling – er führte durch den zweitägigen Workshop – den Abend locker und lässig anmoderiert und fünf Auserwählte aus dem Publikum mit Punktetafeln ausgestattet hatte, war es schließlich Ingrid Oske, die die literarische Schlacht mit einem Text über eine geliebte rote Lederhose, die jeder irgendwie tragen wollte, eröffnete. Es folgten weitere kurze Texte, die entweder frei vorgetragen oder abgelesen wurden. Tiefgründige Themen, die zum Nachdenken anregten, fanden ebenso ihren Platz wie unterhaltsame Geschichten, bei denen man sich das Schmunzeln nicht verkneifen konnte – und sollte.


Eva Stütje beschäftigte sich mit „Kerbstichzitter“. Ein Gefühl, das man immer dann bekommt, wenn man im Herbst auf einem Steg an einem See steht. Viktoria Goretzki teilte dem Publikum wiederum mit, dass sie morgen mal sie selbst sein will. Und über das „Ich ohne Du“ trug Angelika Hinrichs etwas vor. Über seine einstige Heimatstadt, die er inzwischen satt hat, nämlich Hannover, ließ sich schließlich Dietmar Fricke literarisch aus.


Äußerst überraschend und deshalb sehr eindrucksvoll war der Text von Ingo Breitzke. Dem Friedeburger gelang es nämlich, mit nur wenigen verschiedenen Worten viele Fragen und Antworten zu dem Wort „Was“ zu finden. Dafür gab es reichlich Applaus. Apropos Applaus: Den heimste auch die jüngste Teilnehmerin Clara Glomme ein. Die Neunjährige teilte ihre Gedankengänge zu einer Straße im Meer mit, währenddessen ihre Mutter Anke in ihrem Text, der im Workshop entstanden war, das schöne Friedeburg („Badesee-Eiscafé“) thematisierte.


Dank der finanziellen Unterstützung der Storag Etzel GmbH konnten die Organisatoren des ersten Friedeburger Poetry-Slams auch Akteure aus der Poetry-Slam-Szene einladen. Und so beantwortete Conni Fauck auf der Bühne die Frage, was wäre, wenn man die pure Leidenschaft genießen könnte, ohne an den nächsten Morgen zu denken.


Schlussendlich waren es Janina Mau und Dominik Ehrst, die aufgrund der gleichen Punktezahl mit Worten um den Sieg kämpften. Zuletzt Genannter überzeugte mit seinem humorigen Vortrag, der alle Anwesenden in den Alltag eines Lehrers entführte. Am Ende war es dann aber doch ein tiefgründiger Text mit dem Titel „Seitdem du weg bist“, der Janina Mau zur strahlenden Siegerin machte.







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