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Mister Freifunk hat immer noch neue Ziele

Adrian Heeren begann vor sechs Jahren freies WLAN in der Wittmunder Innenstadt zu installieren

IME
   |   
16.08.2019
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Als nächste möchte der 24-Jährige einen Richtfunkverbindung nach Wangerooge bauen.
WITTMUND
 – 

Man kennt ihn als jungen freundlichen sympathischen Mann, der dafür sorgt, dass die Region etwas fortschrittlicher wird. Man nennt ihn Mister Freifunk. Vor sechs Jahren kam Adrian Heeren auf die Idee, freies WLAN in der Fußgängerzone zu installieren.


Er war darauf angewiesen, dass die hiesigen Geschäftsleute ihn unterstützen, denn sie stellten Strom und Technik zur Verfügung. „Den ersten Router habe ich bei Bäcker Bojert an die Hauswand geschraubt“, sagt der 24-Jährige. Danach ging es Schlag auf Schlag, viele Firmeninhaber erklärten sich bereit und so gibt es heute in der Innenstadt 26 festinstallierte Router, die dafür sorgen, dass jeder kostenlos ins Internet kommt. Wie wichtig das sein kann, zeigte sich 2015 während der Flüchtlingskrise. Für die Frauen und Männer war es damals die einzige Möglichkeit, Kontakt mit ihren Daheimgebliebenen aufzunehmen, regelmäßig kamen die Flüchtlinge in die Fußgängerzone.


Heute gibt es eine Gemeinschaft, die sich, wie Adrian Heeren erklärt, monatlich in Oldenburg trifft. So gibt es bereits viele Städte und Gemeinden, die Freifunk haben. Das brachte jetzt auch die Fachzeitschrift c’t Magazin dazu, ein gesamtes Dossier über Freifunk und die Köpfe, die dahinter stehen, zu schreiben. „Nicht immer finden das die professionellen Anbieter gut“, sagt Adrian Heeren, der Elektrotechnik in Wilhelmshaven studiert und kurz vor seinem Bachelor steht. Geht der User über ein freies Netz ins Internet, kann er schließlich sein eigenes Datenvolumen sparen.


Immer wieder bekommt Mister Freifunk Anfragen. Die nimmt er aber nur an, wenn sie ihn reizen. So wie in Sandelermöns. „Ein weißer Fleck auf der Karte, abgeschnitten vom Breitbandausbau“, sagt der 24-Jährige. Kurzerhand wurde mit dem Bürgerverein ein Funkturm am Gemeinschaftshaus gebaut – heute gibt es auch dort Freifunk. Adrian Heeren ist es auch zu verdanken, dass die Älteren im Wohnpark und im Johanneshaus jeden Sonntag die Live-Übertragung des Gottesdienstes verfolgen können.


Und dank des Studenten haben auch die Camper in Harlesiel Freifunk-Zugang. „Das war keine leichte Aufgabe. Beschränke ich mich sonst darauf, in der Höhe zu bauen, so haben wir auf dem Campingplatz die Glasfaserkabel in den Schlick gelegt. Eine echt dreckige Arbeit“, sagt der Wittmunder, der nach eigenen Aussagen immer neue Herausforderungen sucht. Und die nächste hat er schon klar ins Visier genommen. Er möchte eine Richtfunkantenne auf dem alten Leuchtturm auf Wangerooge installieren und sie mit dem Festland Harlesiel verbinden. So gäbe es dann auch auf der ersten Insel Freifunk. „Das ist nicht leicht, es gilt 13 Kilometer zu überwinden“, sagt Mister Freifunk, dem nichts zu schwierig ist.







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Autor des Artikels
Inga Mennen (IME)
Wittmund
Lokalredaktion
Telefon: (0 44 62) 9 89 - 1 88
Fax: (0 44 62) 9 89 - 1 99
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