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Wer, was oder wo ist Heimat und Zuhause?

Jade-Theater bringt „Ein Stück.Heimat.“ Mit O-Tönen aus ?fremden Ländern auf die Bühne

Von TOBIAS BINDHAMMER
   |   
20.04.2018
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Studenten der Jade Hochschule bereiten sich auf die Premiere im „TheOs“ vor.
WILHELMSHAVEN
 – 

Heimat, Zuhause und Zugehörigkeit zu differenzieren, das versucht das Theater der Jade Hochschule Wilhelmshaven. In der neuen Aufführung „Ein Stück. Heimat.“ kommen Menschen aus den verschiedensten Ecken der Welt zu Wort. Die Stimmen wurden vorher aufgenommen und werden aus dem Off eingespielt. Einige sprechen sogar in ihrer Landessprache, was dann von den Schauspielern übersetzt oder szenisch nacherzählt wird. Die mitwirkenden Studenten reagieren in den unterschiedlichsten Rollen auf das Gesagte und geben auch von ihrer persönlichen Meinung im Verlauf des Stückes immer mehr preis.


Bevor die Gruppe an die szenische Arbeit geht, wärmen die Darsteller Stimme und Körper auf. Dazu bewegen sich die Teilnehmer in Aktionsspielen, und lernen dabei, gleichzeitig aufeinander zu reagieren. Das sei auf der Bühne sehr wichtig, damit andere notfalls bei Fehlern einspringen könnten, ohne dass das Publikum etwas merkt, weiß die Leiterin Dr. Pia Schreiber.


Unter ihrer Leitung entstand im Frühjahr 2014 die AG. Bis Ende Februar arbeitete sie noch selbst an der Jade Hochschule, nun kümmert sie sich ausschließlich um das Jade-Theater. Das besteht aus elf Studenten aller Fachrichtungen. Ob mit oder ohne Schauspielerfahrung – alle können mitmachen. Unterstützung bekommt die Gruppe vom Schauspieler Jeffrey von Laun. Er ist in vielen Stücken der Landesbühne Nord auf der Bühne zu sehen und bringt durch seine langjährige Erfahrung neue Sichtweisen in den Szenenaufbau ein.


Gemeinsam fuhr die Truppe dann ein Wochenende nach Driever bei Leer. Dort wartete ordentlich Arbeit, denn Pia Schreiber setzte ein großes Ziel fest: „Am Ende des Wochenendes möchte ich, dass wir das Stück einmal komplett durchspielen.“ Letztlich soll das Stück etwa eineinhalb bis zwei Stunden gehen. Der erste Durchlauf mit Feedback und Pausen betrug mehr als das Doppelte. Damit es rund läuft bei der Premiere im Mai, probt das Ensemble im April noch weiter. Der Begriff Heimat wurde auch in der Gruppe stark diskutiert. Ist es der Ort, wo die Eltern sind, wo man aufgewachsen ist oder wo man jetzt gerade wohnt? Überhaupt – muss Heimat örtlich gebunden sein? Manche der Mitglieder fühlen sich auch in einer Partnerschaft oder in Freundschaften heimisch. Einige sehen das wiederum eher als Zugehörigkeitsgefühl an. Die Thematik ist nicht einfach. Im Stück will die Gruppe mit Klischees spielen, aber sie sollen nicht das Programm bestimmen. Daneben steht auch immer eine Kritik an der Gesellschaft und den Journalismus.


So werden in einer Szene Politiker interviewt und Zuschauer um Fragen gebeten. Doch die erhalten keine Chance, etwas zu sagen, werden sie doch schnell von der schwärmenden Journalistin unterbrochen. Und wer es doch schafft, etwas zu hinterfragen, wird von ihr gnadenlos verspottet. Die Meinungsfreiheit liegt am Boden, die Gesellschaft guckt zu, und der Journalismus versucht, sich zu retten. In einer anderen Szene wird das Spiel umgedreht. Der Zuschauer verdrängt den Moderator, während dieser völlig hilflos versucht, das Steuer wieder zu übernehmen.


Am 9. Mai ist Premiere um 20 Uhr im Theater am Oceanis (TheOs). Der Eintritt beträgt 8 Euro, für Studenten wird der halbe Preis berechnet. Karten können in der Hochschule in den ersten beiden Pausen und bei der Landesbühne gekauft werden. Weitere Aufführungen: 10., 11. und 12. Mai.







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