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„Stinknormaler“ Garten wird Insektenparadies

Rasen und Rhododendren weichen Saatmischungen mit hohem Wert für Bienen, Schmetterlinge und Co.

BUM
   |   
05.07.2019
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BLOMBERG
 – 

Wenn Wybe Volgten-Janßen über ihren Garten ins Erzählen kommt, dann sprudelt es nur so aus ihr heraus. Dabei könnte das, was in nur gut einem Jahr auf dem Südmoorer Hof in Blomberg entstanden ist, dem Betrachter eher die Sprache verschlagen, denn aus dem einst „stinknormalen“ Garten wurde auf 2500 Quadratmetern ein Paradies für Insekten, das aber zugleich ein Ruhe- und Erholungsort für Menschen ist.


In Zeiten, in denen sich viele Leute Gedanken machen, ob sie sich nicht einen pflegeleichten Steingarten anlegen, war Wybe Volgten der „normale“, gepflegte Garten mit Rasen, Rosen und Rhododendren, wie auch sie selbst einen besaß, zu einfallslos und tot. Als auf ihrem früheren Bauernhof, den sie vor neun Jahren zusammen mit ihrem Mann Gerold Janßen ersteigert hatte, eine Erdwärmeheizung eingebaut wurde, was den Garten in Mitleidenschaft zog, und sie zeitgleich etwas über Insektenwiesen gelesen hatte, stand ihr Entschluss fest: Der Garten wird völlig umgekrempelt.


Hilfe dabei erhoffte sie sich von der Naturschutzbehörde oder dem Nabu, doch fiel die mehr als bescheiden aus. Dagegen wurde sie aber in fast allen Gartencentern und Baumärkten der Umgebung fündig und fand auch Beratung. Beim Rest kam der tatkräftigen Diplom-Agrar-Ingenieurin auch ihre Erfahrung als gelernte Landwirtin zu gute.


2018 rollte schließlich der Bagger an, Beete wurden angelegt, die Obstwiese entstand – alles „frei Schnauze“. Der alte Baumbestand blieb bestehen. Dadurch können viele alte Apfelsorten, Schattenmorellen, Knorpelkirschen und Mirabellen geerntet werden. Die Trockenheit des vergangenen Jahres wurde zum Problem und deshalb musste noch einmal neu eingesät werden. Im Herbst schließlich wurde das Ganze einmal abgemäht, der Mulch blieb als Dünger liegen.


Entsprechend vielfältig blüht der Garten in diesem Jahr. Und für jedes Insekt gibt es quasi die geeignete Pflanze, selbst die Raupen kommen dabei auf ihre Kosten. Selbstredend, dass der Staudengarten am Haus auch insektenfreundlich gestaltet wurde.


Um dieses Insektenparadies auch als Mensch genießen zu können, wurden einfach Wege in die Wiese gemäht: vom Sitzplatz mittendrin zum Teich und der Terrasse am Haus. Wybe Volgten-Janßen hat ihr Projekt insektenfreundlicher Garten aber noch nicht gänzlich abgeschlossen. Denn wenn die Arbeiten an ihrer benachbarten Reithalle abgeschlossen sind, wird die Reitlehrerin auch da zuschlagen und in Blüh- oder Imkermischungssaat investieren. Das kostet zwar auch, doch unter dem Strich nicht mehr, als wenn man in Zierpflanzen investiert.







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Autor des Artikels
Helmut Burmann (BUM)
Wittmund
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Fax: (0 44 62) 9 89 - 1 99
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